Gastbeitrag
Münster

ARTIG, angepasst und überfordert? Zeig dem Stress, was ARTIG ist!

Stress ist an der Tagesordnung. Es gibt Situationen, in denen Stress vollkommen in Ordnung und sogar gut ist. Auf Dauer einem hohen Stresslevel ausgesetzt zu sein, schadet jedoch der Gesundheit – und somit auch der Leistungsfähigkeit. Es ist also essenziell, Stress zu reduzieren, um überhaupt arbeitsfähig zu bleiben. Und Arbeitsfähigkeit brauchen wir für eine erfolgreiche Wirtschaft, den Lebensunterhalt und unsere Gesellschaft. Was also tun? Hier fünf Schritte, wie du ARTIG Stress reduzierst:

Ein Gastbeitrag von Anika Franke.

A – Achtsamkeit
Achtsamkeit reduziert Stress und wirkt nachhaltig entspannend. Empfehlungen, wie man es schafft, achtsam im Moment zu sein, gibt es viele. Und längst nicht alles passt für jeden. Aber was ist das eigentlich, Achtsamkeit? Es geht darum, sich gezielt auf eine Sache zu konzentrieren, sich zu fokussieren. Ob ein Spaziergang (ohne Podcast!), Kochen, Malen, einen guten Kaffee genießen oder Meditieren: Wichtig ist, dass jeder seinen individuellen Weg findet.

R – Resilienz
In aller Munde und doch nicht immer klar definiert. Resilienz ist wie ein Gummiband: Je schneller es in den Ursprungszustand zurückschnellt, desto resilienter ist das Material. Bei uns verhält es sich ähnlich: Je schneller ich nach einer stressigen Situation in die Ruhe zurückkehre, desto resilienter bin ich. Und das lässt sich trainieren, indem man regelmäßig den Fokus gezielt auf das lenkt, was gut funktioniert: die besten Momente des Tages, die Übung „5 Finger“ oder eine entsprechende Morgenroutine mit „Darauf freue ich mich“.

T – Tagesplan
Wir neigen dazu, uns zu viel vorzunehmen. Und sind dann am Ende des Tages frustriert, weil die Hälfte nicht fertig ist, weil „das Leben dazwischengekommen ist“. Was hilft, ist ein handschriftlicher Tagesplan, der die drei wichtigsten To-dos beinhaltet, Pausen berücksichtigt und vor allem realistisch ist. Ob auf Post-its, im Kalender, auf dem Whiteboard oder auf dafür vorgefertigten Bögen – ich bin inzwischen Fan!

I – Innere Haltung
Jetzt wird es spannend! Wir sind Weltmeister darin, zu jammern und alles negativ zu sehen. Dabei verlieren wir gerne den Fokus auf das, was wir wirksam beeinflussen können. Selbstwirksamkeit senkt das Stresslevel nachweislich und nachhaltig. Und ich erfahre sie dort, wo ich etwas bewirken und beeinflussen kann. Also: Ehe ich mich aufrege – ist das mein Zirkus? Sind das meine Affen? Kann ich hier etwas ändern? Wenn die Antwort „Nein“ ist: STOPP! Und zurück zu dem, wo ich etwas bewirken kann!

G – Gesundheit
Guter Schlaf, regelmäßige Bewegung und ausgewogene Ernährung – das sind mit die wichtigsten Aspekte, um Gesundheit und Stressempfinden maßgeblich zu steuern. Ich habe es in der Hand, wann ich ins Bett gehe, ob ich das Rad und die Treppe vorziehe und den Burger nur gelegentlich „genieße“. Natürlich spielen auch Faktoren wie soziale Kontakte, Tätigkeit, Sicherheit sowie der Umgang mit Suchtmitteln und Medien eine Rolle. Das würde hier jedoch den Rahmen sprengen. In diesem Sinne:

ARTIG hilft eben doch.

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